Legasthenie und Dyskalkulie: Warum Lernschwierigkeiten nichts mit Intelligenz zu tun haben
Jamnig Tiffany
7/13/20262 min read


Legasthenie und Dyskalkulie: Warum Lernschwierigkeiten nichts mit Intelligenz zu tun haben
Viele Eltern erleben es: Ihr Kind ist neugierig, stellt kluge Fragen und kann sich für viele Dinge begeistern. Gleichzeitig fällt ihm das Lesen, Schreiben oder Rechnen schwer. Oft entstehen dann Zweifel – bei den Kindern selbst, aber auch in ihrem Umfeld.
Die wichtigste Botschaft vorweg:
Legasthenie und Dyskalkulie haben nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun.
Im Gegenteil: Viele Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie verfügen über außergewöhnliche Begabungen und haben in Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft oder Sport Beeindruckendes geleistet.
Was bedeutet Legasthenie oder Dyskalkulie?
Legasthenie und Dyskalkulie sind keine Folge von Faulheit, mangelnder Motivation oder geringer Intelligenz. Vielmehr verarbeitet das Gehirn Informationen in den Bereichen Sprache oder Zahlen auf eine andere Weise.
Kinder mit Legasthenie haben häufig Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, obwohl sie den Lernstoff verstehen und sich bemühen. Kinder mit Dyskalkulie kämpfen hingegen oft mit dem Zahlenverständnis, Mengen oder mathematischen Zusammenhängen.
Mit der richtigen Förderung können sie jedoch erfolgreiche Lernstrategien entwickeln und ihre Stärken optimal entfalten.
Intelligenz und Lernschwierigkeiten sind zwei verschiedene Dinge
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie seien weniger intelligent. Das stimmt nicht.
Intelligenz beschreibt die allgemeine Fähigkeit zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und Probleme zu lösen. Legasthenie und Dyskalkulie betreffen hingegen spezifische Bereiche der Informationsverarbeitung.
Viele betroffene Kinder sind:
kreativ und ideenreich,
technisch oder handwerklich begabt,
sprachlich sehr ausdrucksstark,
besonders einfühlsam,
hervorragende Problemlöser.
Oft entwickeln sie außergewöhnliche Strategien, um Herausforderungen zu meistern – Fähigkeiten, die ihnen später im Beruf und im Leben zugutekommen.
Was Kinder wirklich brauchen
Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie brauchen vor allem Verständnis, Geduld und eine Förderung, die an ihren individuellen Stärken ansetzt.
Wenn sie erleben, dass ihre Schwierigkeiten sie nicht definieren, sondern sie mit der richtigen Unterstützung erfolgreich lernen können, wächst nicht nur ihre Leistung – sondern vor allem ihr Selbstvertrauen.
Mein Fazit
Jedes Kind besitzt einzigartige Talente und Fähigkeiten. Legasthenie oder Dyskalkulie verändern den Lernweg – aber sie bestimmen nicht den Wert eines Menschen und schon gar nicht seine Intelligenz.
Deshalb ist es so wichtig, Kinder nicht über ihre Fehler zu definieren, sondern ihre Stärken zu entdecken und gezielt zu fördern. Mit einer individuellen Förderung, Geduld und positiven Lernerfahrungen können sie ihren eigenen Weg erfolgreich gehen.
Denn jedes Kind verdient die Chance, sein Potenzial zu entfalten – unabhängig davon, wie es lernt.
Lernen darf sich wieder leicht anfühlen – ganz ohne Druck.
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